Resonanz spüren und leben

  • Auf dem Weg – wohin?

    Selbst wenn ich natürlich die Signale verstehe – auch Schweigen ist Kommunikation … mir ist absolut klar, dass Du in ganz entfernten Räumen unterwegs bist, bei denen ich Angst habe, dass es von diesen keinen Weg mehr zu unseren gibt … ich frage mich, was meine Anteile an Deinem Rückzug sind und was in Dir liegt … zu letzterem weiss ich wenig und kann deshalb nur Hypothesen bilden, da habe ich mehrere, aber ich will Dich auch nicht analysieren …

    Ich für meinen Teil möchte jedenfalls das Wundervolle und Einzigartige, das zwischen uns war – und damit meine ich ganz bewusst nicht das körperliche – bewahren. Und nicht nur deshalb, weil ich davon überzeugt bin, dass das die Grundlage für eine Sexualität ist, die so gar noch über den „hohen Sex“ von Annand hinaus geht – Stichworte: übersinnliche Liebe, bei der es eben nicht nur zu einem körperlichen Verschmelzen, sondern zu einem kompletten Einswerden und in einander Zerfliessen kommt.

    Ich gehe deshalb weiter auf diesem Weg und arbeite an mir … für mich, ziellos … meine Lektüre in den letzten Tagen war deshalb Margot Anand. Fand ich sehr inspirierend. Da würde ich mir gerne mit Dir darüber austauschen und von Dir profitieren.

    Selbst wenn Du ganz weit weg bist, vielleicht kannst Du wenigstens das für Dich als Kompliment annehmen, dass Du etwas in mir Schlummerndes wiedererweckt hast … das für mich unbeschreiblich bereichernd ist.


  • Angst?

    Ich frage mich, was Dich hindert, im Jetzt anzunehmen?
    Warum Du mir und der Resonanz zwischen uns aus dem Weg gehen und ihr keinen Raum geben willst?

    Wir beide wissen, dass wir sie in jeder Begegnung, in jedem Telefonat spüren und erleben (werden). Wir brauchen uns nur darauf einlassen … und dürfen sie dann geniessen.

    Deine Aussage, ich sei im Kontakt sehr überzeugend und würde Dich mitreissen, beschäftigt mich. Nein, nicht ich überzeuge Dich oder reisse Dich mit. Ich bin nur ich, ich bin nur in unserem gemeinsamen Raum …

    Und Du bist schon da … es bist Du, die sich mitreissen lässt und gar nicht überzeugt werden muss … weil Du den Gleichklang, die Stimmigkeit und die Resonanz spürst – vielleicht sogar in einem Ausmass, das für Dich überwältigend und nicht erfassbar ist und Dir Angst macht … es ist in Dir, es ist das, was Du spürst und fühlst … ich tue nichts, ich bin nur da.

    Umgekehrt ist es übrigens ganz genauso – gerade auch beim Thema Sexalität. Du musst nur da sein … Du hast keine Veranwortung, es geschieht von allein.

    Was hindert Dich? Körper sind veränderlich, Resonanz nicht … die ist da oder nicht, man kann sie nicht schaffen … sondern ihr nur Räume geben.


  • Fragen im Raum

    Ich gestalte gerade meinen Raum. Wenn Du magst, darfst Du gerne die Türe öffnen, hereinschauen oder hereinkommen.

    Ich habe auf dem Boden Zettel verteilt, mit den Fragen, die mich im Moment beschäftigen … um sie dann zu verbrennen und so zu vergessen.

    Was in Dir ist so gross und mächtig, dass es Dich im Jetzt begrenzt …

    • möglichst viel Resonanz und Gleichklang zu spüren?
    • das Gefühl zu erleben, vorbehalt- und bedingslos angenommen zu werden so wie Du bist, weil Du so bist, wie Du bist – in Deiner Einzigartigkeit?
    • Dich (sexuell) verwöhnen zu lassen, so intensiv und oft Du willst, einfach nur von mir zu nehmen?
    • in der Interaktion Nähe, Vertrautheit und Verbindung zu spüren?

    Was hindert Dich, es anzunehmen – bedingungslos?

    • Ist es, die Angst Erwartungen erfüllen zu müssen (die es gar nicht gibt)?
    • Willst Du Deine Freiheit nicht verlieren?
    • Sind es die Zweifel, ob ich gut genug bin?
    • Sind es die Zweifel, dass ich echt bin, ob es soviel Resonanz wirklich geben kann, weil ich so anders bin als alle Männer in meinen Alter, denen Du bisher begegnet bist?
    • Sind es die Zweifel, sich als nicht gut genug zu erweisen?
    • Ist es die Angst, Dich in so viel Resonanz zu verlieren?

    Egal was es ist, es darf und muss sein.

    Wichtig: Ich erwarte keine Antwort. Ich erwarte von Dir nichts. Wirklich nicht.

    Der Text beschreibt nur für Dich, was mich bewegt … und wie ich in den Fragen an Dich auch die Fragen an mich stelle.